Über mich

Bevor ich Seife gemacht habe, habe ich zwanzig Jahre lang in der Krankenpflege gearbeitet. Diese Zeit hat mich geprägt – und sie ist bis heute der Grund, warum ich Naturkosmetik so mache, wie ich sie mache. Wenn mir jemand ein Problem schildert, ist mein erster Gedanke nicht „was kann ich verkaufen", sondern: Warum ist das so? Was steckt dahinter?

Seit 2012 mache ich Naturkosmetik hauptberuflich, in meiner kleinen Manufaktur in Hopferau bei Füssen. Weil mir reines Handwerkswissen irgendwann nicht mehr gereicht hat, habe ich mich zwischen 2013 und 2017 zusätzlich zum Ernährungsberater und Phytotherapeuten weitergebildet. Der Grund ist einfach: Das beste Haut-Pflegeprodukt nützt wenig, wenn die Ernährung nicht stimmt. Wer die Haut wirklich verstehen will, muss beides zusammen betrachten.

Kein Inhaltsstoff ohne Grund

Ich nehme in meine Rezepturen nur Zutaten auf, die nachweislich etwas bewirken – nicht solche, die sich auf dem Etikett nur gut lesen. Ein Beispiel: Ziegenmilch in Seife klingt nach reichhaltiger Pflege. Tatsächlich muss sie – bevor sie überhaupt in die Seife kommt – laut Kosmetikverordnung erst zu Pulver verarbeitet werden. Dabei gehen genau die wertvollen Inhaltsstoffe kaputt, die der Haut helfen würden. Meiner Meinung nach ist die Milch besser aufgehoben, wenn sie stattdessen zu Käse verarbeitet wird. Deshalb kommt bei mir keine Ziegenmilch in die Seife, nur weil es sich gut verkauft.

Bei meiner Alpaka-Seife gehe ich einen aufwändigeren Weg: Das Keratin gewinne ich mit einem schonenden, enzymatischen Verfahren statt der sonst üblichen Methode. Normale Verfahren zerstören durch die Hitzeentwicklung genau den Wirkstoff, den man eigentlich erhalten möchte. Meiner Methode dauert länger – aber nur so bleibt das Keratin tatsächlich in der Seife erhalten und wirksam.

Warum kein Bio-Siegel?

Ich verzichte bewusst auf ein Bio-Siegel. Zum einen kostet es Geld, das ich sonst an meine Kundschaft weitergeben müsste. Zum anderen würde es Zutaten wie funktionsloses Ziegenmilchpulver mit abdecken, obwohl sie der Haut nichts bringen. Ein Siegel ersetzt für mich keine ehrliche Erklärung. Ich rede lieber persönlich mit Ihnen darüber, was in meinen Produkten steckt und warum – bei mir im Laden genauso wie online.

Vertrauen, das wächst

Diese Ehrlichkeit hat sich herumgesprochen: Immer wieder schicken mir Hautärztinnen und Hautärzte aus der Region Patientinnen und Patienten, und viele Kundinnen und Kunden kommen inzwischen gezielt zu mir – wegen ganz bestimmter Hautprobleme, bei denen sie sich woanders nicht ernst genommen fühlten. Ich lese weiterhin regelmäßig Fachliteratur, bilde mich fort und probiere selbst aus, bevor ein neues Produkt in den Verkauf geht.

Fragen Sie mich

Wenn Sie mit einem Hautproblem zu mir kommen, ist meine erste Frage fast immer: Warum haben Sie das eigentlich? Diese kurze Nachfrage bringt oft mehr als jedes Werbeversprechen – und ist der Grund, warum meine Seifen und Cremes anders entstehen als die der meisten anderen.

Ich freue mich, wenn Sie mich in Hopferau besuchen – oder mir schreiben, wenn Sie Fragen zu Ihrer Haut haben.

Dietrich Leovinus Naturkosmetik